Update #12 – August

Von allen Seiten unentgeltlich und ohne Garantie, ob es uns gelingen wird bis zum Herbst. Erst im August wurde klar: es gelingt! Alle Mühe hat sich im letzten Monat ausgezahlt.

karlkretschmer180

Liebes Mitglied, liebe(r) Leser(in),

die lähmende Hitze wich einer angenehmen Kühle und erfrischendem Regen über den Monatswechsel. Ebenso erfrischend und kräftigend ist der August für Permagold gewesen. Am zweiten Geburtstag von Permagold stand fest: wir werden in Nebelschütz pflanzen! Ich bin, ob all Eurer Unterstützung, noch heute baff. Deswegen schreibe ich Dir über den langen und oft steinigen Weg bis hierhin und darüber, wie entscheidend Fokus für unsere Genossenschaft ist. 

Viele Freude beim Lesen und vergiss nicht: schreib uns. 🙂

Die Fakten auf einen Blick

1. Wenn der Knoten platzt

  • Projekt Nebelschütz = DAS wichtige Referenzprojekt
  • Dafür 12 Monate harte Arbeit
  • Mit drei schweren und doch gemeisterten Krisen (Finanzierung, Gläubiger, Bankwechsel)
  • Und bis zuletzt keine Garantie
  • Ermöglicht dank engagierter Mitglieder 

2. Konzentration auf das Wesentliche

  • Aktuell viele Angebote/Ideen/Gesuche an Permagold
  • Gefahr sich auf zu vielen Baustellen zu verirren
  • Essentiell: Voraussetzung für Unternehmenswachstum und Kerngeschäft „dauerhafte Mischkultursysteme“ jetzt schaffen
  • Fokus auf: „Was ist heute wichtig damit wir den nächsten Schritt machen können?“ 
  • Ganz oft „Nein“ sagen!

3. News aus den Arbeitsgruppen


1. Wenn der Knoten platzt

…fühlt sich das an, als würde jemand einem einen 30 Kilo Sack Zement von den Schultern nehmen, die Bremse lösen oder endlich die Wand einreißen, die man Monate lang beackert hat. Es gibt Mut, Zuversicht und steigert den Tatendrang um den Faktor zwei. Denn zusammen mit dem Kernteam, dem Beirat und einiger hochengagierter Mitglieder haben wir nicht weniger als zwölf (12!) Monate daran gearbeitet Permagold, doch zum eigenen Referenzprojekt für die Agrarwende zu führen. Das hätten wir ohne die Unterstützung, den Zuspruch und die Hilfe der Mitglieder von Permagold nicht schaffen können. Ein klares Indiz für die Kreativität, das Leistungsvermögen und die Widerstandskraft unserer Genossenschaft. 

Stand heute fehlen NUR noch 11.000 EUR bis unsere erste dauerhafte Mischkultur voll finanziert ist. Monate bevor ich das erwartet habe. Schaffen wir es mit dieser Kraft sogar bereits im kommenden Jahr zur Flächenerweiterung? Das werden wohl nur die kommenden Monate zeigen können. 

Mit knapp über 30.000 EUR war der August 2019 der stärkste Monat für die Startfinanzierung von Permagold seit über einem Jahr. Das erste Mal seit einem Jahr können wir uns zu 100 % auf das „nach Vorn“ konzentrieren, ohne immer wieder Lücken schließen, nachverhandeln, Erklärungen abgeben zu müssen oder die sprichwörtliche „Nadel im Heuhaufen“ zu suchen. So wie im vergangenen Jahr die große Finanzierungslücke im Sommer, die Gläubigerverhandlungen im Dezember/Januar, um uns die nötigen zeitlichen Freiheitsgrade zu schaffen oder der unvorhersehbare Bankwechsel im März/April. 

All dies hat vor allem meine Zeit und die Zeit der Beiräte in Anspruch genommen und ein operatives Arbeiten am Kerngeschäft (Projektfinanzierung, Planungsaufträge, Kooperationen) war nur eingeschränkt möglich. 

Von allen Seiten unentgeltlich und ohne Garantie, ob es uns gelingen wird bis zum Herbst. Erst im August wurde klar: es gelingt! Alle Mühe hat sich im letzten Monat ausgezahlt. 

Für uns dabei extrem wichtig, war immer wieder zu hinterfragen, wohin wir unsere Kraft lenken…

2. Konzentration auf das Wesentliche

Mit dem Auftakttreffen zur operativen Umsetzung in Nebelschütz wurde schnell deutlich, dass mit der Startfinanzierung nur ein erster von vielen Schritten gegangen ist. Konzentriert und mit klarem Blick haben wir analysiert, welche Aufgaben im Detail bevorstehen, welche Fragen schnell geklärt werden müssen und wie viel Zeit wir noch haben, bis die vielen, vielen Bäume bestellt werden müssen. 

Parallel hat Permagold zwei Planungsaufträge erhalten und hilft dabei zwei externe Permakultur-Flächen zu gestalten. 

Damit ist unsere operative Kraft de facto ausgeschöpft, auf eine wunderschöne Art und Weise. Für Permagold heißt das jetzt: arbeiten und umsetzen. 

Dabei strömen viele Impulse von außen auf uns ein und viele gute Ideen und Vernetzungen sollen wir wahrnehmen. So sehr es freut, dieses Wohlwollen zu empfangen, so wichtig und kühl muss ich oft sagen: „Nein“. Mit wenigen Ausnahmen muss sich jede Arbeitsgruppe auf genau eine Sache konzentrieren, denn sonst führen wir nicht ein Vorhaben zu Ende. 

Auch, wenn dies ab und an auch mal zu Enttäuschung führt, haben wir es nur so geschafft, Permagold in den letzten Monaten stark voranzutreiben.

Heute ist der Fokus klar und ausschließlich:

– Referenzprojekt Nebelschütz

– Einnahmen durch Planungsaufträge

– Projekt- und Genossenschaftsfinanzierung

Sowohl Lobby-Arbeit für enkeltaugliche Landwirtschaft, als auch neue Bildungsunterlagen oder Videos für unsere Mitglieder müssen wir pausieren. Erst mit der nötigen Finanzierung, bspw. durch die Zukunftspatenschaften, können wir hierfür Kapazitäten freimachen. 

3. Noch ein Blick in die Arbeitsgruppen:

AG – Nebelschütz

> Auftakt operative Umsetzung

AG – Investoren

> ruhte

AG – Kommunikation

> Newsletter-Kooperationen: The Generation Forest, Bettervest, Greenvesting, Nucao, VG

AG – Permakultur

> Akquise weitere Planungsaufträge

> Qualität und Lesbarkeit der Planungsverträge verbessert

> Gespräch über Flächennutzung mit dem Flächenamt der Stadt Dresden

Abschließend freue ich mich sehr, dass du bis hierhin meinen Worten zu und über Permagold gefolgt bist. Ich hoffe immer wieder einen kleinen Einblick gewährt zu haben und das Geschehen knapp kommentiert zu haben. 

Dieses ist das letzte Vorstandsupdate, welches Du von mir lesen wirst. In meiner neuen Rolle als Aufsichtsrat ab Oktober, bin ich aber dennoch immer für dich erreichbar und wirke weiter für Permagold. Was eine wahnsinnige Reise bis hierhin….

Herzlichst


Karl

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